Ein neuer Bericht von Harris Poll zeigt, dass viele Mitglieder der Generation Z und Millennials die Pflege von Haustieren als einfacher und finanziell weniger belastend empfinden.
Laut einer aktuellen Harris-Poll-Umfrage ist im Jahr 2024 ein Lebensstil mit „pelziger Familie“ beliebter als das Leben mit Kindern. Die Haustierhaltung hat inzwischen einen festen Platz im Leben der Amerikaner.
Eine neue Harris-Poll-Studie unter 2.000 Amerikanern offenbart, dass 43 % mittlerweile Haustiere gegenüber Kindern bevorzugen, wobei viele Angehörige der Generation Z und Millennials angeben, dass die Versorgung eines Haustiers einfacher und kostengünstiger ist.
Weitere Erkenntnisse aus dem Bericht „Der Zustand der Haustiere: Ein Überblick über die Präferenzen der Amerikaner“:
Amerikanische Haustierbesitzer geben im Durchschnitt jährlich 4.366 Dollar für ihre Tiere aus, wobei die Generation Z mit 6.103 Dollar und Millennials mit 5.150 Dollar an der Spitze stehen – ein deutlicher Unterschied zu den Boomern, die durchschnittlich 2.454 Dollar ausgeben. Dies zeigt einen Generationenwechsel bei den Ausgaben für Haustiere.
Haustierbesitzer sind bereit, für ihre Tiere erhebliche Opfer zu bringen. Ganze 63 % würden sogar auf Jahre ihres eigenen Lebens verzichten, um das Leben ihres Haustieres zu verlängern. Gefragt, worauf sie verzichten würden, um das Leben ihres Haustiers mindestens um ein Jahr zu verlängern, würden 67 % ein Jahr lang keinen Alkohol trinken, 62 % würden soziale Medien aufgeben, 50 % würden drei Jahre auf Urlaub verzichten, 48 % würden auf 10.000 Dollar verzichten und 43 % würden sogar eine Beförderung ablehnen.
Der Arbeitsplatz entwickelt sich zunehmend zu einem „Haustiermarkt“. 93 % der Haustierbesitzer glauben, dass sie sich glücklicher am Arbeitsplatz fühlen würden, wenn sie ihre Tiere mitbringen könnten, während 91 % angeben, sie wären ihrem Arbeitgeber gegenüber loyaler und fühlten sich wertgeschätzter. Die Möglichkeit, Haustiere mitzubringen, könnte sogar dazu führen, dass Mitarbeiter länger im Unternehmen bleiben – 90 % gaben an, sie würden länger bei einem haustierfreundlichen Arbeitgeber bleiben.
Fast 58 % der Haustierbesitzer glauben, Arbeitgeber sollten Haustiere am Arbeitsplatz generell erlauben, 49 % würden sich über finanzielle Unterstützung für Haustiere freuen und 46 % befürworten einen „Pfotenurlaub“, was auf eine Veränderung bei Mitarbeiterleistungen hinweist, die die Realität der Haustierelternschaft widerspiegelt.
Ein neuer Trend zeigt sich bei 43 % der Amerikaner: Sie bevorzugen Haustiere gegenüber Kindern, wobei viele Angehörige der Generation Z und Millennials angeben, dass die Haustierpflege einfacher und finanziell weniger belastend ist.
„Haustierbesitzer kaufen nicht mehr nur Tierfutter – sie bauen ihren gesamten Lebensstil rund um ihre Haustiere auf“, sagt Libby Rodney, CSO und Futuristin bei Harris Poll. „Diese Haustiereltern schreiben die Regeln neu und geben ihren Haustieren Priorität auf eine Weise, die gesellschaftliche Anpassungen und Respekt erfordert. Von haustierorientierten Versicherungen bis hin zum ‚Pfotenurlaub‘ zeigt sich, dass unsere Liebe zu Haustieren die Zukunft formt.“
Lebensstil-Wahl
Jüngere Haustierbesitzer verwöhnen ihre Tiere stärker
Laut der Studie geben 82 % der Haustierbesitzer an, ihr Haustier sei „wie mein eigenes Kind“. Besonders unter jüngeren Haustierbesitzern ist die Hingabe stark ausgeprägt: 60 % der Haustierbesitzer der Generation Z und Millennials ziehen es vor, Geld für ihre Tiere statt für sich selbst auszugeben, und 70 % haben ein eigenes Budget für ihre Haustiere. Diese Hingabe hat finanzielle Konsequenzen: 34 % der Millennials und 29 % der Generation Z geben zu, dass sie sich wegen der Ausgaben für ihre Haustiere verschuldet haben.
Ausgaben der Generation Z
Methodik
Der Bericht basiert auf einer Online-Umfrage von Harris Poll in den USA zwischen dem 24. und 26. Mai mit 2.125 Erwachsenen ab 18 Jahren. Die Untersuchung umfasst 321 Angehörige der Generation Z (18–27 Jahre), 662 Millennials (28–43 Jahre), 537 Angehörige der Generation X (44–59 Jahre) und 605 Boomer (60+ Jahre). Der Bericht differenziert weiter zwischen Haustierbesitzern, darunter 1.594 Haustierbesitzer, 1.218 Hundebesitzer, 934 Katzenbesitzer, 139 Kaninchenbesitzer, 194 Vogelbesitzer, 307 Fischbesitzer und 531 Personen ohne Haustiere.