Wir haben schon oft gesagt, dass eine der wichtigsten Grundlagen für die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihres Hundes – und letztlich auch für Sie selbst – eine gute, hochwertige Ernährung ist. Immer mehr Menschen achten auf ihre eigene Ernährung und vergessen zum Glück auch ihre Hunde nicht. Generell gilt: Kunden lesen heute die Etiketten und Zusammensetzungen von Futtermitteln auch im Internetshop und interessieren sich, was in den Rezepturen steckt und was ein hochwertiges Futter wirklich enthalten sollte. Das freut uns sehr!
Kommen wir aber nun zum Hauptthema des Tages: Wie kann man auch gutes Futter noch etwas verbessern?
Wir sagen es immer wieder – und auch jetzt: Bei jeder Änderung oder Ergänzung des Speiseplans sollten Sie idealerweise Ihren Tierarzt konsultieren. Auch wenn es sich um natürliche Zutaten handelt, ist jeder Hund einzigartig (was das Schöne daran ist!) und kann auf bestimmte Lebensmittel anders reagieren als sein Artgenosse.
#1 – Kürbis
Vor allem bei Verdauungsproblemen ist roher Kürbis eine tolle Ergänzung. Er hat einen hohen Ballaststoffgehalt, der dabei helfen kann, zu weichen Stuhl zu festigen. Außerdem ist wissenschaftlich belegt, dass Kürbis auch den Harnwegen zugutekommt. Wenn Ihr Hund also mit solchen Problemen zu kämpfen hat, geben Sie ihm einfach einen Löffel Kürbis unter das Futter. Kaufen Sie am besten ungesüßten Kürbis im Glas oder machen Sie das Püree selbst. Wichtig ist, dass keine Zusätze enthalten sind. Die süße Füllung eines Kürbiskuchens ist also nichts für Ihren Hund!
#2 – Eier
Nur wenige Lebensmittel können den Nährwert von Eiern übertreffen. Sie enthalten hochwertiges Eiweiß und Fett sowie eine breite Palette an Vitaminen und Mineralstoffen – und sind dabei kein teures Upgrade. Das Eiweiß ist gekocht besser verdaulich, das Eigelb hat roh den höchsten Nährwert. Für große Hunde ist ein Ei pro Tag sinnvoll, kleine Hunde kommen mit einem halben aus. Die Schale sollten Sie nicht geben, da sie zu viel Kalzium enthält, das andere Mineralstoffe bindet und zu Mängeln führen kann.
#3 – Obst und Gemüse
Klassiker der gesunden Ernährung – für Mensch und Hund. Besonders geeignet sind verschiedene Beeren, vor allem Blaubeeren, die reich an Antioxidantien sind. Ebenfalls gut sind Banane oder Apfel. Vermeiden Sie sehr süße Sorten wie Trauben, die zu viel Zucker liefern würden. Bei Gemüse sind grüne, blättrige Arten besser als stärkehaltige (wie Kartoffeln). Setzen Sie also lieber auf Spinat oder Grünkohl. Gemüse ist oft wertvoller, wenn es gekocht wird, aber manches wie Karotte oder Zucchini eignet sich auch roh hervorragend als gesunder Snack! Auch Brokkoli ist mit vielen Nährstoffen eine gute Wahl, aber bitte nicht übertreiben – er kann Blähungen verursachen.
#4 – Fischöl
Wir hören es immer wieder, und das gilt auch für Hunde! Fischöl ist ein hervorragender Zusatz, da es eine ausgezeichnete Quelle für Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren ist. Diese sind wichtig für das Fell Ihres Hundes, das dadurch kräftiger und glänzender wird. Omega-Fettsäuren stärken außerdem das Immunsystem, reduzieren Entzündungen und sind gut fürs Gehirn – besonders wichtig für Welpen oder Senioren. Bei zu hoher Dosierung kann der Vitamin-E-Spiegel stark sinken, also nicht übertreiben, aber in angemessenen Mengen ist Fischöl eine tolle Ergänzung. Im Handel gibt es viele Präparate, empfehlenswert sind etwa Lachsöle von Essential oder Hofseth BioCare. Eine Alternative sind Sardinen aus der Dose – achten Sie aber darauf, dass sie in Wasser, nicht in Öl eingelegt sind.
#5 – Kokosöl
Ein weiterer Fettlieferant, der unter Hundebesitzern immer beliebter wird – als Kosmetikprodukt und als Ergänzung für die Küche. Zu Recht, denn er hat viele wohltuende Eigenschaften, von denen auch Ihr Vierbeiner profitieren kann! Kokosöl wirkt antibakteriell, antifungal und antiviral und tut dem ganzen Körper gut. Es hilft bei Hautproblemen und kann sogar Diabetes vorbeugen oder unterstützen. Denken Sie daran, dass Kokosöl im Grunde reines Fett ist – also bitte auch hier nicht übertreiben.
#6 – Naturjoghurt
Reiner Naturjoghurt ist eine gute Kalzium- und Probiotikquelle, sofern Ihr Hund Laktose verträgt. Er kann bei Verdauungsproblemen helfen und liefert wertvolle Nährstoffe. Vermeiden Sie gesüßte oder aromatisierte Joghurts und greifen Sie am besten zu fettarmen Produkten.
#7 – Kieselgur
Kieselgur ist ein feines weißes Pulver aus fossilen Überresten von Kieselalgen. Geben Sie gelegentlich eine kleine Menge zum Futter – es hilft, Parasiten aller Art zu bekämpfen. Auch äußerlich angewendet ist Kieselgur nützlich, da es Flöhe und Zecken abtötet. Verwenden Sie immer Lebensmittelqualität.
#8 – Kräuter
Kräuter sind bekannt dafür, dass sie Körperfunktionen regulieren und harmonisieren können. Manche beruhigen Ihren Hund oder helfen bei Allergien. Es gibt viele gesunde Kräuter – wir nennen nur ein paar beliebte, von denen einige auch in Trocken- oder Nassfutter zu finden sind.
Eines der meistgenutzten Kräuter ist Rosmarin: reich an Eisen, Vitamin B6 und Kalzium, wirkt stark antioxidativ und antibakteriell – das hilft der Verdauung und hält das Futter länger frisch. Pfefferminze frischt nicht nur das Futter, sondern auch den Atem auf! Sie beruhigt den Magen und reduziert Blähungen und Übelkeit. Gegen Verdauungsprobleme und Blähungen helfen auch Oregano und Basilikum (antibakteriell, antiviral, antioxidativ). Kamille ist bei Verdauungsbeschwerden erste Wahl – sie lindert Krämpfe, Blähungen und Entzündungen. Die ätherischen Öle der Kamille helfen auch, Muskelkrämpfe zu lösen. Fenchelsamen können Sie direkt unters Futter mischen – sie helfen bei Blähungen oder akuten Verdauungsproblemen, etwa nach einer „Fressattacke“. Auch kalter Fencheltee ist möglich. Thymian wirkt dank der ätherischen Öle Thymol und Carvacrol als Antiseptikum für Mund und Rachen, hilft also auch bei Husten, Asthma oder anderen Atemwegserkrankungen.
Kräuter können frisch oder getrocknet zum Futter gegeben werden. Verwenden Sie aber keine, die schon jahrelang im Küchenschrank lagen – sie wären wenig hilfreich. Für kleine Hunde genügt eine Prise, große Hunde profitieren von einem Teelöffel pro Portion. Sie können Kräuter auch in selbstgemachten Leckerli verwenden und so gleich den Geschmack verbessern. In Maßen sind Kräuter gesund – zu viel kann aber auch schaden! Besonders bei Tinkturen ist Vorsicht geboten, sie sind hochkonzentriert – sprechen Sie bei Unsicherheit mit Ihrem Tierarzt.
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