Wenn Sie feststellen, dass Ihr Hund oder Ihre Katze bereits über dem gesunden Gewicht liegt, ist es ideal, zunächst einen Tierarzt aufzusuchen, bevor Sie eigenständig Maßnahmen ergreifen. Schließlich möchten Sie sicher sein, dass alles fachgerecht überwacht wird, da Übergewicht schwerwiegende Folgen haben kann, wie Herzprobleme, Diabetes oder Lebererkrankungen. Je früher Sie mit einem individuell für Ihr Tier erstellten Gesundheitsplan beginnen, desto schneller kann es ein gesundes Gewicht erreichen und glücklich sein. Der Vorteil eines Tierarztbesuchs liegt auch darin, dass Ihr Hund oder Ihre Katze umfassend untersucht wird. So wissen Sie, ob sich bereits negative Auswirkungen des Übergewichts zeigen. Der Tierarzt sollte insbesondere Herz und andere Organe untersuchen, die unter Übergewicht leiden können. Zudem gibt es Krankheiten, die selbst Gewichtszunahme verursachen, z. B. Schilddrüsenprobleme wie Hypothyreose. Diese können jedoch auch durch Übergewicht ausgelöst werden, was einen Teufelskreis entstehen lässt. Solche Erkrankungen können nur durch eine tierärztliche Untersuchung ausgeschlossen werden.
Der Reihe nach: Ab hier beziehen sich die Tipps vor allem auf das Abnehmen beim Hund, da hier mehr Einflussmöglichkeiten bestehen; die Katze wird später erwähnt. Gemeinsam mit dem Tierarzt sollten Sie einen Gesundheitsplan für Ihren Liebling erstellen. Grundsätzlich ähnelt dies dem Prinzip, wie ein Mensch abnimmt: Die Kalorienzufuhr muss reduziert und die Bewegung erhöht werden. Der Tierarzt kann abhängig vom Gewicht Ihres Hundes (bzw. nach dem BCS-Index) empfehlen, welche Art von Bewegung sicher ist und welches Futter geeignet ist.
Zum BCS-Index und wie man Übergewicht erkennt, lesen Sie im vorherigen Artikel Wie erkennt man Übergewicht und Fettleibigkeit bei Hunden und Katzen.
Abgesehen von speziellen gesundheitlichen Problemen überschreitet ein Hund die gesunde Gewichtsspanne, wenn er langfristig mehr Kalorien aufnimmt, als er verbrennt. Wie bereits erwähnt, besteht das Ziel jedes Abnehmplans darin, die Kalorienzufuhr zu reduzieren. Das bedeutet jedoch nicht Hungern. Ganz im Gegenteil: Es braucht ausreichend schmackhaftes, qualitativ hochwertiges Futter zur Gewichtsreduktion. Dabei ist es entscheidend, den Hund nicht mit anderen Dingen zu füttern. Wenn Sie zum Beispiel Essensreste geben oder während Ihres Essens nachgeben, weil Ihr Liebling traurig schaut, muss das zum Wohl aller Beteiligten aufhören. Natürlich können Sie gelegentlich einen gesunden Snack geben – aber mit Bedacht und im Wissen, dass auch Snacks Kalorien enthalten und die tägliche Futterration entsprechend reduziert werden sollte.